Neues Wohngebiet für Halle-Neustadt, Quartiersmanagement und Winterdienst auf Radwegen – Was im Dezember-Stadtrat interessant wird!

Am Mittwoch trifft sich der Stadtrat von Halle zum letzten Mal im Jahr 2018. Neben dem Haushalt für das Jahr 2019 stehen noch 28 weitere Vorlagen der Verwaltung und 16 Anträge von Fraktionen und Stadträten auf der Tagesordnung. Eine lange Sitzung scheint vorprogrammiert zu sein. Wie in jedem Monat möchte ich an dieser Stelle drei Vorlagen vorstellen, die besonders interessant sind:

Neues Wohngebiet in Halle-Neustadt

In den vergangenen Jahren war die Stadtentwicklung in Halle-Neustadt von Rückbau geprägt. Nach dem Abriss der leerstehenden Gebäude lagen die meisten Flächen brach. Wie die Zukunft dieser Flächen aussehen kann, zeigt nun beispielhaft ein Wohngebiet, dass im Norden von Halle-Neustadt entstehen soll. Im Jahr 2011 wurden die beiden an der Muldestraße befindlichen Schulgebäude abgerissen. Mit dem entsprechenden Bebauungsplan soll der Stadtrat nun den Weg für eine Wohnbebauung auf dieser Brachfläche ebnen.

Ziel soll es sein, ein differenziertes Wohnungsangebot bereitzustellen. Dabei soll insbesondere berücksichtigt werden, dass die dort entstehenden etwa 400 Wohnungen möglichst viele potentielle Mieterinnen und Mieter ansprechen. Die fast vier Hektar Fläche sollen in den kommenden Jahren so für Familien und Alleinstehende, für junge Menschen und Senioren und für Menschen mit geringem sowie hohen Einkommen eine Heimat bieten. In Sonntagsreden wird oft darüber gesprochen, dass die Politik Sorge dafür tragen muss, dass Stadtteile für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen attraktiv sind. Dieser Bebauungsplan ist eine gute Gelegenheit, um den Worten auch Taten folgen zu lassen und die soziale Vielfalt zu fördern.

Mehr Unterstützung für Quartiersmanager

Die Quartiersmanagerinnen und Quartiersmanager in Halle machen einen tollen Job. Sie haben tagtäglich ein offenes Ohr für die Probleme und Anliegen der Anwohnerinnen und Anwohner im Stadtviertel und sind ein direkter Draht in die Stadtverwaltung. Außerdem sind sie Ansprechpartner und Vermittler bei vielfältigen Aktionen, die von Bürgern für Bürger im Stadtteil durchgeführt werden. Wie wichtig diese Arbeit ist und was Quartiersmanagement leisten kann, hat mir in den letzten Jahren vor allem die Arbeit des Quartiersmanagements in Halle-Neustadt unter Leitung von Jana Paulsen gezeigt.

In Halle gibt es insgesamt fünf Quartiersmanager. Ihre Zuständigkeitsgebiete sind im Wesentlichen nach den Himmelsrichtungen aufgeteilt. Die Arbeit der Quartiersmanager wird durch eine wachsende Stadt, die umfangreichen Aufgaben, die großen Zuständigkeitsbereiche und die Probleme in den einzelnen Viertel nicht einfacher. In der kommenden Ratssitzung will die SPD-Fraktion diese Situation mit einem Antrag verbessern. Besonders der Zuschnitt der Zuständigkeitsbereiche und die personelle Ausstattung soll dabei betrachtet werden. Im Blick haben wir dabei insbesondere die Anlaufstellen in Halle-Neustadt und der Silberhöhe, da gerade die beiden Viertel besonders vom Quartiersmanagement profitieren. Binnen zwei Monaten soll die Verwaltung in Rücksprache mit den Quartiersmanagern vor Ort einen Vorschlag zur Verbesserung der derzeitigen Situation erarbeiten und dem Stadtrat vorlegen.

Winterdienst auf Radwegen

Auch in unseren Breitengraden schneit es von Zeit zu Zeit noch. Besonders für Radfahrer ist das ärgerlich und mitunter gefährlich. Der Stadtrat bringt nun eine erhebliche Verbesserung der Situation auf den Weg. Künftig soll die Stadtwirtschaft vom 15. Oktober bis zum 31. März nicht nur die Straßen, sondern auch die Radwege räumen. Angesichts der steigenden Zahl von Radfahrerinnen und Radfahrern in unserer Stadt verbessert der Winterdienst auf Radwegen den Zustand für viele Bürgerinnen und Bürger.

Im ersten Schritt wird der Winterdienst vor allem auf die wichtigen Radrouten in Halle beschränkt.  Dies betrifft beispielsweise die Magistrale in Halle-Neustadt, die Merseburger Straße oder die Bernburger Straße. Sollte sich in den kommenden Jahren herausstellen, dass noch weitere Radwege einen Winterdienst dringend benötigen, kann der Stadtrat diese Liste durch entsprechende Beschlüsse und eine Vereinbarung mit der Stadtwirtschaft erweitern.

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